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Labfy: Software für Testzentren

Eine Teststelle, die in vierzehn Tagen öffnen muss, in einer umgebauten Diskothek, betrieben von Menschen, die so etwas noch nie geführt haben. Die meisten versuchen es mit einer Tabelle und einem Gruppenchat.

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Software in der Pandemie Teil 3 von 5

Am 8. März 2021 hat Deutschland den Bürgertest eingeführt: Jede Einwohnerin und jeder Einwohner hat Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest pro Woche, bezahlt vom Bund. Apotheken, Arztpraxen, private Betreiber und sogar ehemalige Diskotheken sind binnen drei Wochen zu Testzentren umgebaut worden.

Das Ergebnis ist eine neue Art von Betrieb, den es vor einem Monat noch nicht gab und der vom ersten Tag an wie eine Praxis laufen muss. Die meisten versuchen es mit Tabellen, Papierformularen und einer WhatsApp-Gruppe.

In diesem Beitrag geht es darum, warum das scheitert — und um das Produkt, das wir dagegen gebaut haben.

Was ein Corona-Testzentrum tatsächlich leisten muss

Von außen sieht es einfach aus: Abstrich, fünfzehn Minuten warten, Ergebnis aushändigen. Von innen ist es eine regulierte Datenstrecke:

  • Terminbuchung, um Andrang und Infektionsrisiko vor Ort zu steuern
  • Erfassung der Identität mit Name, Anschrift, Geburtsdatum und Kontaktdaten jeder getesteten Person
  • Einwilligung und Datenschutz nach DSGVO, für Gesundheitsdaten
  • Dokumentation der Testdurchführung — welches Kit, welche Charge, welche Mitarbeiterin, welche Uhrzeit
  • Ergebnisübermittlung an die getestete Person, schnell und in einer Form, die als Nachweis akzeptiert wird
  • Meldung an das Gesundheitsamt für jedes positive Ergebnis
  • Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung, mit prüfungsfesten Aufzeichnungen

Fehlt ein Schritt, verstoßen Sie entweder gegen das Gesetz, verlieren Geld, oder schicken eine positiv getestete Person ohne gültigen Nachweis zurück auf die Straße.

Warum Tabellen und Papier scheitern

Papierformulare müssen abgetippt werden, und damit entstehen Tippfehler genau in den Daten, auf die sich das Gesundheitsamt verlässt. Tabellen haben keine Zugriffssteuerung, keine Nachvollziehbarkeit und keinen Weg, ein Ergebnis auf ein Telefon zu schicken. WhatsApp ist keine Patientenakte.

Neben der Compliance gibt es einen menschlichen Preis: Warteschlangen. Ein Testzentrum, das mehrere hundert Menschen am Tag mit manueller Erfassung abfertigt, tippt länger, als es Abstriche nimmt.

Labfy im Überblick

Labfy ist Daleendas Software für den Betrieb von Corona-Testzentren. Wir haben sie als SaaS-Plattform gebaut, gehostet in Deutschland, damit ein neuer Betreiber binnen eines Tages starten kann, statt ein eigenes System zu beauftragen.

Was sie abdeckt:

Online-Terminbuchung. Eine Buchungsseite im eigenen Erscheinungsbild, auf der Bürgerinnen und Bürger ein Zeitfenster wählen. Kapazitätsgrenzen je Fenster halten die Warteräume leer.

Vorab-Registrierung. Die Daten werden einmal online eingegeben, vor der Ankunft. Vor Ort scannt das Personal einen QR-Code, und der Datensatz ist offen. Kein Abtippen, keine Schlange.

Ablauf vor Ort. Das Personal erfasst Abstrich, Kit-Charge und Uhrzeit. Ein Timer zeigt an, wann welcher Test abgelesen werden kann.

Ergebnisse sofort. Die getestete Person erhält ihr Ergebnis per E-Mail und SMS, mit einem PDF-Zertifikat samt Prüfcode. Negative Ergebnisse kommen in Minuten; positive lösen den nächsten Schritt automatisch aus.

Meldung an das Gesundheitsamt. Positive Fälle werden markiert, und die vom Gesundheitsamt verlangten Daten stehen im akzeptierten Format zum Export bereit.

Abrechnungsexporte. Tages- und Monatsberichte in der Struktur, die für die Erstattung gebraucht wird, damit der Betreiber sein Geld bekommt, ohne dass eine Steuerkanzlei die Zahlen neu aufbaut.

Mehrere Standorte. Betreiber mit mehreren Zentren sehen alles in einem Dashboard, mit eigenen Konten je Standort.

Für die Vorschriften gebaut, nicht um sie herum

Labfy wurde von Anfang an um die deutschen Datenschutzanforderungen an Gesundheitsdaten herum entworfen: verschlüsselte Speicherung, rollenbasierter Zugriff, Löschregeln für personenbezogene Daten nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen und ein Protokoll für jede Änderung. Das ist keine Funktion, die wir später ergänzt haben; es ist das Fundament.

Für wen es gedacht ist

Apotheken, Arztpraxen, private Testzentrumsbetreiber, Unternehmen mit Mitarbeitertestungen und Kommunen, die öffentliche Teststellen koordinieren.

Anfang dieses Monats sind wir mit den ersten Pilotkunden gestartet. Als Nächstes arbeiten wir an der Anbindung, die in den kommenden Monaten am meisten zählen wird: Schnelltestergebnisse direkt in die Corona-Warn-App zu übermitteln.

Fragen Sie uns nach einer Labfy-Demo

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